Menü

Foto: Jens Doden

Regionalliga
Sonntag, 19.04.2026 23:09 Uhr | Ingo Poppen

Späte Jokertore bescheren Kickers 2:0-Sieg beim HSV II

Eickhoff und Steffens treffen nach Einwechselungen / Zweiter Sieg in Folge ohne Gegentor

Dass die U23 von Werder Bremen zu den Lieblingsgegnern von Mika Eickhoff gehört, hat der Mittelfeldspieler von Kickers Emden zuletzt am vergangenen Mittwoch bewiesen. Beim 4:0-Erfolg gegen seinen Ex-Verein traf der 22-Jährige doppelt. Seit Sonntagnachmittag ist auch die U21 des Hamburger SV eine Mannschaft, gegen die Emdens Nummer 8 gerne spielt. Als Joker traf Eickhoff in der 87. Minute mit einem Schuss in den Winkel zum 1:0. In der zweiten Minute der Nachspielzeit bediente er dann noch Tido Steffens mit einem Kopfball. Der ebenfalls eingewechselte Stürmer erzielte mit einem Abschluss aus der Drehung den 2:0-Endstand für die Ostfriesen.

Dank der beiden Jokertore feierten die Emder den zweiten Sieg in Folge und blieben erneut ohne Gegentor. „Wir haben das unglückliche 3:4 aus dem Hinspiel heute wettgemacht“, sagte Kickers-Trainer Stefan Emmerling. Auch damals trug sich Mika Eickhoff in die Torschützenliste ein. Das zwischenzeitliche 2:0 reichte aber nicht zum Sieg - der HSV besiegelte die Kickers-Niederlage damals mit einem Treffer in der Nachspielzeit.

Dieses Mal durfte Kickers jubeln - auch wenn sich die Gastgeber bis zur Schlussphase die besseren Möglichkeiten erarbeiten konnten. Torhüter Luca Petzold war mehrfach gefordert, parierte aber auch mehrfach glänzend. Bei einem Kopfball von Lukas Bornschein (22.) und einem Schuss des auffälligen Bilal Yalcinkaya (64.) war der Schlussmann machtlos, doch Latte und Pfosten verhinderten einen Rückstand.

„Solche Szenen musst du auch mal überstehen“, so Emmerling. „Wir wussten, dass wir auch noch einen Moment bekommen werden.“ Nachdem Michael Igwe am stark reagierenden HSV-Keeper Hannes Hermann gescheitert war (74.), blieb dieser Moment Mika Eickhoff vorbehalten. Nach einem missglückten HSV-Befreiungsschlag zog er aus 15 Metern ab und schlenzte die Kugel in den Winkel (87.). „Ein sensationelles Tor“, schwärmte Emmerling.

Der Frust bei den Hamburgern über die erst dritte Niederlage in diesem Kalenderjahr muss groß gewesen sein: So ließ sich Glory Kiveta zu einer Tätlichkeit gegen Peer Mahncke hinreißen und sah in der Nachspielzeit die Rote Karte (90.+5).

Am Ausgang der Partie änderte der Platzverweis nichts mehr - denn Sekunden später war Schluss und Kickers feierte den zweiten Sieg in Serie ohne Gegentor. Stefan Emmerling richtete den Blick kurz nach dem Abpfiff schon auf den kommenden Sonntag. Dann empfängt Kickers den Nordwest-Rivalen VfB Oldenburg (16 Uhr). „Wir freuen uns schon sehr auf das Derby.“