Kickers-Frust nach 0:2-Niederlage bei Phönix Lübeck
Emder hadern mit Schiedsrichter-Entscheidungen vor beiden Gegentoren
Es war ein Mix aus Frust und Enttäuschung. Die Regionalliga-Fußballer von Kickers Emden ärgerten sich nach dem Abpfiff des Auswärtsspiels bei Phönix Lübeck am Ostermontag über die eigene Leistung, haderten aber auch mit Entscheidungen von Schiedsrichter Rene-Alexander Rose aus Wolfenbüttel. Mit 0:2 verloren die Ostfriesen und kassierten damit die zweite Pleite innerhalb von vier Tagen. „Phönix Lübeck wollte den Sieg, wie schon der Bremer SV, einfach mehr als wir. Sie waren schärfer in den Zweikämpfen“, sagte Kickers-Trainer Stefan Emmerling. „Trotzdem fand ich die Entstehung beider Gegentore sehr fragwürdig“, so Emmerling. „Man hätte in beiden Situationen Fouls für uns pfeifen können.“
Was war passiert? In einem Luftduell zwischen Benjamin Luis und Felix Göttlicher verpasste der Lübecker dem Emder einen kleinen Stoß. Göttlicher verlor das Gleichgewicht, Luis war frei durch und soll im Anschluss von Kickers-Torhüter Moritz Schulze berührt worden sein. Der Unparteiische ließ die erste Aktion laufen und entschied bei der zweiten auf Elfmeter. Stylianos Kokovas ließ Schulze keine Chance - 1:0 Phönix (18.).
Auch an der zweiten strittigen Szene war Kokovas beteiligt. Der Lübecker Linksverteidiger stoppte den herannahenden Michael Igwe ohne Chance auf den Ball. 17 Sekunden später lag die Kugel im Kickers-Kasten. Der kurz zuvor eingewechselte Arthur Inaka hatte eine feine Einzelleistung mit einem wuchtigen Volleyschuss gekrönt (63.).
Von dem 0:2-Rückstand erholten sich die Ostfriesen nicht mehr. „Wir hatten heute kaum klare Chancen“, sagte Emmerling. Die beste Möglichkeit vergab Nick Stepantsev kurz vor der Pause (42.). In der Schlussphase erhöhte Kickers noch mal den Druck, erarbeitete sich mehrere Eckbälle, Einwürfe und Freistöße. Echte Torgefahr konnten die Emder an diesem Nachmittag aber viel zu selten versprühen. So blieb es bei der zweiten Niederlage am Osterwochenende.
