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Regionalliga
Donnerstag, 02.04.2026 22:02 Uhr | Ingo Poppen

Erfolgsserie gerissen: Kickers verliert 0:4 beim Bremer SV

Emder kassieren erste Pleite nach neun Spielen ohne Niederlage / 0:0 zur Pause

Die Erfolgsserie von Kickers Emden ist am Donnerstagabend gerissen. Nach neun Regionalliga-Spielen in Folge ohne Niederlage kassierten die Ostfriesen im Nachholspiel beim Bremer SV eine deutliche 0:4-Pleite. Zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden. Nach dem Seitenwechsel brachte Jan-Luca Warm die Gastgeber in Führung (54.). Anschließend gelang Torjäger Leon Gino Schmidt noch ein Hattrick (60., Foulelfmeter/80./87.).

„Wir konnten es in der ersten Halbzeit noch offen gestalten, aber nach der Pause war Bremen einfach gieriger und entschlossener vor dem Tor“, sagte Kickers-Trainer Stefan Emmerling. „Es ist eine verdiente Niederlage, weil der Gegner heute einfach besser war.“

Foto: Jens Doden


Im ausgeglichenen ersten Durchgang erarbeiteten sich beide Mannschaften auf einem schwer bespielbaren Rasen kleinere Gelegenheiten. Zu Beginn der zweiten Hälfte nutzte Warm einen Fehler in der Kickers-Defensive zum 1:0. Drei Emder bekamen die Kugel nicht aus dem Strafraum geklärt - Warm reagierte schnell und traf mit einem platzieren Schuss zur Bremer Führung (54.). Nur sechs Minuten später stoppte Tido Steffens seinen Gegenspieler Ken Tchouangue im Strafraum regelwidrig. Den fälligen Elfmeter verwandelte BSV-Torjäger Leon Gino Schmidt souverän zum 2:0 (60.). „Wir haben heute insgesamt nicht gut genug verteidigt“, sagte Emmerling.

Von dem Doppelschlag erholten sich die Ostfriesen nicht mehr - im Gegenteil. Erst traf Schmidt mit einem Schuss ins lange Eck zum 3:0 (80.), ehe ihm noch ein Traumtor aus rund 25 Metern zum 4:0-Endstand gelang (87.).

Während die Bremer mit ihren Fans den Sprung auf Tabellenplatz sechs feierten, herrschte bei Kickers Frust über die erste Niederlage seit dem 18. Oktober 2025 (1:3 gegen den SSV Jeddeloh). Viel Zeit, sich über die höchste Pleite der Saison zu ärgern, bleibt den Emdern nicht. Bereits am Ostermontag steht das Nachholspiel bei Phönix Lübeck an (14 Uhr). „Die Niederlage müssen wir akzeptieren“, so Emmerling. „Jetzt geht es darum, die Mannschaft aufzurichten. Wir müssen in Lübeck ein anderes Gesicht zeigen.“