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Foto: Jens Doden

Regionalliga
Freitag, 14.08.2026 20:30 Uhr | Ingo Poppen

„Wir wollen vor einer geilen Kulisse einen Heimsieg feiern“

Peer Mahncke über das 2:6 in Norderstedt, den Ausfall von Fabian Herbst und die Partie gegen Aufsteiger Eimsbüttel

Sein erstes Pflichtspieltor im Trikot von Kickers Emden hatte sich Peer Mahncke anders vorgestellt. Der Abwehrspieler köpfte eine Freistoß-Hereingabe von Bogdan Shubin sehenswert ins Netz. Doch sein Treffer im Auswärtsspiel bei Eintracht Norderstedt war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Von Jubel keine Spur - denn die Ostfriesen unterlagen mit 2:6 und kassierten im dritten Saisonspiel ihre erste Niederlage.

„Wir sind zeitweise auseinandergefallen. Es war viel zu einfach, Tore gegen uns zu schießen“, sagt der 24-Jährige. „Letztlich war der Aufwand, den wir betrieben haben, völlig umsonst. Das darf uns in Zukunft nicht mehr passieren.“ Deutliche Worte des Emder Vize-Kapitäns, der die Mannschaft am Mittwochabend mit der Binde am Arm aufs Feld führte. Mahncke vertrat Fabian Herbst, der sich beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte. „Der Ausfall von Fabi tut uns sehr weh“, sagt Mahncke. „Er ist ein Führungsspieler, der viel kommuniziert, Intensität und Zweikampfstärke reinbringt und ein Team mitreißen kann. Er fehlt uns als zentraler Baustein in der Abwehr sehr.“

Foto: Jens Doden

Kickers wird auch am Samstag auf Herbst verzichten müssen, wenn der Eimsbütteler TV im Ostfriesland-Stadion antritt (18 Uhr). „Ich bin froh, dass wir so schnell schon wieder ein Spiel haben“, sagt Mahncke vor dem Duell mit dem Aufsteiger aus Hamburg. „Wir wollen die Chance nutzen, es besser zu machen, Taten sprechen lassen und vor einer hoffentlich geilen Kulisse den nächsten Heimsieg holen.“

Die deutliche Pleite in Norderstedt beschäftigte den Defensiv-Allrounder auch am Tag danach noch sehr. „So ein Spiel tut weh. Das zu verarbeiten, ist immer schwierig“, so Mahncke. „Ich habe ziemlich schlecht geschlafen - und die anderen Jungs auch.“ Mit zwölf Gegentoren in drei Spielen stellen die Ostfriesen die schwächste Abwehr der Regionalliga Nord. „Natürlich wissen wir alle, dass das deutlich zu viel ist“, sagt Mahncke. „Wir müssen es uns einfacher machen, Spiele zu gewinnen. Das geht nur, wenn wir weniger Tore kassieren.“

Foto: Jens Doden

Der 24-Jährige hat auch eine klare Vorstellung davon, wie sich die zuletzt anfällige Defensive stabilisieren soll. „Jeder Einzelne muss sich der Verantwortung bewusst sein, das eigene Tor zu verteidigen“, sagt Mahncke, der mit knapp 130 Regionalliga-Einsätzen zu den erfahrensten Akteuren im jungen Kickers-Kader gehört. „Wir müssen noch mehr miteinander kommunizieren, bis zur letzten Minute konzentriert bleiben und alles reinhauen.“

Gegen Aufsteiger Eimsbüttel hat Kickers nun die Chance zur schnellen Wiedergutmachung. In der Saison 2020/21 lief Peer Mahncke in der U19-Bundesliga für die Hamburger auf. „Das ist schon eine Weile her, ich kenne dort nicht mehr allzu viele Jungs“, sagt er. „Der ETV hat viele junge und talentierte Akteure, die einen guten Ball spielen können.“ Der Saisonstart ging allerdings daneben. Bei Weiche Flensburg verlor der Regionalliga-Neuling mit 2:5, gegen die FSV Schöningen gab es eine 1:2-Heimniederlage. „Man hat gesehen, dass sie sich noch nicht so richtig an das Tempo in der Liga gewöhnt haben.“

Foto: Jörn Hessel

Wenn es nach dem 24-Jährigen geht, soll das auch am Samstagabend so bleiben. „Wir müssen von Anfang an zeigen, dass wir unser Heimspiel gewinnen wollen“, sagt er. „Wir brauchen Intensität und müssen die Fans direkt mitnehmen, dann kann es mit drei Punkten klappen.“ Und vielleicht sogar mit dem nächsten Tor von Peer Mahncke im Kickers-Trikot - einem, das er genießen und ausgiebig feiern kann.