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Foto: Jens Doden

Regionalliga
Mittwoch, 12.08.2026 07:39 Uhr | Ingo Poppen

„Der Auftakt hat Lust auf mehr gemacht“

Bent Andresen spricht im Interview über Vorlagen, das neue Kickers-System und das Auswärtsspiel bei Eintracht Norderstedt am Mittwoch

Für Bent Andresen begann die neue Regionalliga-Saison anders als erhofft. Der 23-Jährige musste das Auftaktspiel von Kickers Emden beim HSC Hannover (4:4) von der Ersatzbank aus mitverfolgen - von der ersten bis zur letzten Minute. Seine Zuschauerrolle galt aber nur für eine Partie. Bei der Heimpremiere gegen die U21 des Hamburger SV stand Andresen wieder in der Startelf - und übernahm eine entscheidende Rolle. Der Linksfuß bereitete das 1:0 durch Nick Stepantsev und das 3:0 durch Theo Schröder vor und hatte damit großen Anteil am 3:2-Erfolg.

Im Interview spricht Andresen über die beiden Vorlagen gegen seinen Ex-Verein, seine Rolle im veränderten Kickers-System und das Auswärtsspiel bei Eintracht Norderstedt am Mittwochabend (19 Uhr, Edmund-Plambeck-Stadion).

Moin Bent! Du konntest beim HSC Hannover nur zuschauen. Wie sehr hat dich das genervt?

Bent Andresen: Natürlich ist es nie schön, 90 Minuten auf der Bank zu sitzen. Als Fußballer möchte man immer auf dem Platz stehen und der Mannschaft helfen. Trotzdem gehört auch das dazu. Ich habe versucht, die Jungs von außen zu unterstützen und mich gleichzeitig auf meine Chance vorzubereiten. Umso schöner war es dann, gegen Hamburg von Beginn an dabei zu sein.

Foto: Jens Doden

Du sprichst das Heimspiel gegen den HSV II schon an. Wie hast du dein erstes Pflichtspiel dieser Saison erlebt?

Andresen: Es war natürlich ein sehr schönes erstes Heimspiel. Gerade nach der Partie in Hannover wollte ich unbedingt zeigen, dass ich dem Team helfen kann. Dass ich dann mit zwei Vorlagen zum Sieg beitragen konnte, freut mich sehr. Am wichtigsten ist aber, dass wir als Mannschaft die drei Punkte geholt haben. Der Auftakt hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht.

Foto: Jens Doden

Durch das veränderte System agierst du offensiver als im letzten Jahr. Ist die Position auf der linken Schiene perfekt für dich?

Andresen: Ja, definitiv. Ich fühle mich auf der Position sehr wohl, weil ich dort meine Stärken gut einbringen kann. Ich habe mehr Möglichkeiten, offensiv Akzente zu setzen. Gleichzeitig muss ich aber auch viel für die Mannschaft arbeiten und defensiv aufmerksam sein. Diese Mischung macht mir sehr viel Spaß. Ich glaube, dass das System insgesamt gut zu unseren Spielern passt.

Foto: Jörn Hessel

Hast du eine Erklärung dafür, warum es trotz der 3:0-Führung am Ende noch mal eng geworden ist?

Andresen: Wir haben das Spiel über weite Strecken sehr gut kontrolliert und uns eine komfortable Führung erspielt. In der Schlussphase haben wir dann vielleicht ein bisschen die Konsequenz und Ruhe vermissen lassen. Wenn der Gegner noch einmal trifft, bekommt er natürlich neue Energie - und wir mussten plötzlich wieder mehr verteidigen. Daraus müssen wir lernen. Wichtig ist, dass wir solche Spiele in Zukunft noch souveräner zu Ende bringen.

Am Mittwoch geht’s nach Norderstedt. Die Eintracht ist mit zwei Remis (2:2 gegen Delmenhorst, 1:1 in Schöningen) gestartet. Auf was für einen Gegner stellt ihr euch ein?

Andresen: Uns erwartet ein unangenehmes Spiel gegen eine kompakte Mannschaft, die uns das Leben schwer machen wird. Wir wissen, dass Norderstedt Qualität hat und werden den Gegner definitiv nicht unterschätzen. Gerade auswärts wird es darauf ankommen, von Anfang an präsent zu sein und die Zweikämpfe anzunehmen.

Foto: Jens Doden

Wie soll der Auswärtssieg gelingen?

Andresen: Wir müssen von der ersten Minute an konzentriert sein und unsere Intensität auf den Platz bringen. Gleichzeitig müssen wir mutig nach vorne spielen und unsere Chancen konsequent nutzen. Wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten, die Zweikämpfe gewinnen und über 90 Minuten fokussiert bleiben, haben wir sehr gute Chancen, auch in Norderstedt drei Punkte mitzunehmen.

Letzte Frage mit einem Augenzwinkern: Müssen sich die Kickers-Fans wieder auf Nervenkitzel bis zum Abpfiff einstellen?

Andresen: Ich hoffe natürlich, dass wir es diesmal etwas früher klar machen. Aber der Fußball ist manchmal so. Am Ende ist es entscheidend, dass wir die Spiele gewinnen. Wenn wir dabei für die Fans ein bisschen Spannung bereithalten, gehört das wohl dazu. Trotzdem wünschen wir uns natürlich auch, dass unsere Fans nicht jedes Mal bis zur letzten Minute zittern müssen.