„Wir können jede Mannschaft in der Liga ärgern“
Kickers-Stürmer Luc Ihorst spricht über seinen Start in Emden, seine Ziele und das Heimspiel gegen die U21 des Hamburger SV
Mit diesem Medienrummel hatte Luc Ihorst nicht gerechnet. Zu Beginn der Woche trudelten auf dem Handy des 26-Jährigen zahlreiche Anfragen ein. Mehrere Tageszeitungen, ein Sportmagazin und ein Radiosender meldeten sich. Zudem war der Stürmer von Kickers Emden in einem Podcast zu Gast.
Für das große Interesse hatte Ihorst seit seinem Wechsel vom Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück nach Ostfriesland selbst gesorgt: Er traf, traf und traf. Zehn Tore erzielte Emdens neue Nummer 14 in sechs Testspielen. Im ersten Pflichtspiel beim HSC Hannover gelang dem Stürmer am Samstag dann gleich ein Dreierpack.
Foto: Jörn Hessel
Ihorst hatte großen Anteil daran, dass Kickers trotz eines 1:4-Rückstands noch ein 4:4 gelang. Damit retteten die Ostfriesen zum Regionalliga-Auftakt noch einen Punkt. Große Freude über seine Treffer war dem Stürmer nach dem Abpfiff aber nicht anzumerken. Es dominierte eher die Unzufriedenheit über den insgesamt durchwachsenen ersten Saisonauftritt.
Nach 60 Drittliga-Partien, 36 Zweitliga-Einsätzen und einem Bundesliga-Spiel für Werder Bremen schießt Luc Ihorst nun seine Tore für Kickers Emden in der Regionalliga Nord. Mit uns hat der 26-Jährige über die ersten Wochen in Ostfriesland, seine Ziele und das erste Heimspiel gegen die U21 des Hamburger SV (Freitag, 19 Uhr, Ostfriesland-Stadion) gesprochen.
Foto: Jens Doden
Luc Ihorst über…
… die Entscheidung, nach Emden zu wechseln:
Ich hatte super Gespräche mit Henning und Linde, die ich beide schon vorher kannte. Kickers Emden ist ein ambitionierter Verein - und ich habe einfach große Lust auf diese Aufgabe.
… seine Rolle innerhalb der Mannschaft:
Bei meinen früheren Stationen konnte ich schon viel Erfahrung sammeln. In Emden möchte ich versuchen, den Jungs damit auf und neben dem Platz zur Seite zu stehen.
… seine ersten Wochen in Ostfriesland:
Mir gefällt es sehr gut in Emden. Für mich hat die Stadt eine gute Größe. Alles, was man braucht, ist da. Sportlich haben wir sicherlich noch Luft nach oben. Trotzdem denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind.
Foto: Jens Doden
… seine Ziele mit Kickers in dieser Saison:
Wir wollen uns vor niemandem verstecken und glauben daran, jede Mannschaft in der Liga ärgern zu können.
… seine persönlichen Ziele:
An erster Stelle steht, mit Kickers eine erfolgreiche Saison zu spielen. Dazu möchte ich natürlich vor allem mit Toren beitragen.
… seine eigene Spielweise:
Ich bin ein robuster Stürmer mit einem guten Tempo. Außerdem weiß ich, wo das Tor steht.
… das 4:4 beim HSC Hannover zum Saisonauftakt:
Das war ein sehr wildes Spiel. Uns ist mit der frühen Führung eigentlich ein perfekter Start gelungen. Dann folgte leider eine lange Phase, in der überhaupt nichts funktioniert hat. In der Schlussphase haben wir eine tolle Moral bewiesen und konnten so zumindest noch einen Punkt mitnehmen.
Foto: Jens Doden
… den Hamburger SV II, der am Freitag in Emden antritt:
Bei den Nachwuchs-Mannschaften ist es immer ein bisschen wie eine Wundertüte. Man weiß nie genau, wer dabei ist oder wie die Teams auftreten. Darauf müssen wir vorbereitet sein.
… die Atmosphäre im Ostfriesland-Stadion:
Wir hoffen natürlich wieder auf eine lautstarke Unterstützung von den Rängen. Das kann, gerade in einem Heimspiel, ein absoluter Faktor sein. Einen Vorgeschmack darauf, was für eine super Stimmung unsere Fans machen können, haben wir ja schon in Hannover bekommen.
Foto: Jens Doden
… die Faktoren für einen Heimsieg:
Wir wollen robust auftreten und müssen mutig sein. Wenn wir von Beginn an die Mentalität der letzten 15 bis 20 Minuten aus dem Hannover-Spiel auf den Platz bringen, wird uns der erste Heimsieg gelingen.
